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Metal For Mercy 2006 - Festivalbericht
Musik

    Metal For Mercy 2006, Matrix-Bochum, 30.09.2006
Metal for Mercy 2006Mit: Xandria, Suidakra, Downscarred, Mandrake, Midwinter, Oneiros, Cursed In Silence, The Bonny Situation
Hier unsere Fotos!!!   Galerie (25 Pics)
Das Benefizfestival Metal For Mercy hat auch im Jahr 2006 die Erwartungen wieder deutlich übertroffen!!! Doch lest selbst!!!

    
 
@ Matrix Bochum am 30.9.06
 
oder: zweifellos ein Abend der schönen Frauen
 
Samstag, der 30.9.06, nachmittags gegen 14:30h kämpfe ich mich durch die Bochumer Straßen hin zur Matrix – wer schon einmal dort war, der weiß, den Ampeln in Bochum kann keiner entkommen.
 
Voller Vorfreude – letztes Jahr war Metal for Mercy schließlich ein Kracher – komme ich kurz vor 15h bei der Matrix an, da ich natürlich die Gelegenheit beim Schopfe packen will, noch ein kurzes Interview mit einem der Veranstalter zu führen. Daher stiefele ich sofort nach unten in den Backstage-Bereich, wo ich dann nach einigem Durchfragen endlich auf Jan treffe, der sich netterweise Zeit für ein paar Worte zum Hintergrund des Festivals nimmt.
 
Nach den einführenden Worten von ihm, verlasse ich die Matrix, um noch einmal kühle Luft zu schnappen bevor es richtig losgeht. Zwar sind es bestimmt noch 25°C an diesem Samstagnachmittag, allerdings wer die Matrix kennt: die Konzerthalle ist immer bedeutend wärmer und stickiger! - ein paar wenige Deckenventilatoren würden da schon helfen.
 


Um 16:50h geht es endlich los, THE BONNY SITUATION entern die Bühne und legen gleich richtig los. Leider ist die Halle zu diesem Zeitpunkt nicht sonderlich gefüllt, trotzdem geben die Duisburger alles und man merkt wie sich die Spielfreude der Jungs auf die ersten Besucher überträgt. Erstaunlich ist ebenfalls der Sound, schon beim zweiten Song ist er gut ausgesteuert und das nutzen die Jungs um Sänger Martin Kneifel um weiter Stimmung zu machen. Leider kann THE BONNY SITUATION  in nur 20 Minuten Spielzeit und wegen der frühen Running Order Position nicht vor einem noch größeren Publikum punkten. Das hätten sie Dank eines soliden Auftritts, der Spass auf mehr gemacht hat, mehr als verdient – ich hoffe daher, dass sie beim nächsten Mal die Chance haben, länger zu spielen!


 
Nach 10-minütiger Umbaupause (Anm. Red. mei geht das fix hier) geht es um 17:20h weiter mit CURSED IN SILENCE, der Band des Hauptveranstalters Flo, welche als erste Band an diesem Abend meinen Untertitel rechtfertigt. Sängerin Anneka sticht mit ihrer melodischen Stimme heraus und überbrückt eine längere Unterbrechung, die durch einen technischen Defekt am Verstärker bedingt ist, mit einer netten A capella Einlage. Leider können CURSED IN SILENCE nicht wirklich zeigen was sie können, da sie wegen dieser Technikprobleme keine optimalen Bedingungen haben.


 
ONEIROS, die komischerweise als MIDWINTER angesagt wurden – man sollte dem jungen Mann doch besser mal die richtigen Zettel in die Hand geben – sind aus meiner Sicht das erste Highlight. Mit einer Art Melodic Dark-Metal starten sie nach ihrem Intro mit „World of Glass“ richtig durch und schnell wird klar, dass dies eine Band der Kontraste ist. Der klare Gothic-angehauchte Gesang von Kristina Giepen harmoniert wunderbar mit dem Growling von Björn Luig. Esther Christiane Lucia und Katja Wurtz erweitern nicht nur ihre Band um Geige und Keyboard – und damit den Facettenreichtum ihrer Band, sondern auch den Abend um zwei weitere schöne Frauen. (Anm. d. Red. Hannilein und seine Frauen!!) Zu diesem Zeitpunkt ist die Halle schon ordentlich gefüllt und gute Stimmung macht sich im Publikum breit. ONEIROS lassen mit „Crystal Piles of Mind“ und „Slaves of Cruelty“ auch nichts anbrennen, bedauerlicherweise haben auch sie nur wenig Spielzeit (30 Minuten), trotzdem haben sie sicher einige neue Fans gewonnen und mit einer mehr als souveränen Leistung wird man sie bestimmt bald weiter oben im Billing stehen sehen!




Als nächstes kommen MIDWINTER auf die Bühne, ebenfalls mit einer jungen Gutaussehenden Frau an der Gitarre. Auf die Mischung Black Heavy Metal bin ich sehr gespannt und werde mehr als positiv überrascht. Zwar ist für meinen Geschmack ein wenig zu viel Screaming dabei, jedoch verstehen auch MIDWINTER das Publikum auf ihre Seite zu ziehen und packen mit „Monument of Pain“ gleich einen Kracher aus, auf welchen sie mit „Bleeding Black Fire“ und „Thorns of Ice“ zwei richtig gute Live Songs folgen lassen. In der mittlerweile gut gefüllten Halle fliegen und kreisen diverse Haare und man muss jetzt schon den Veranstaltern ein Lob für die Auswahl der Bands aussprechen. Als Highlight und Abschluss ihres Auftritts, bekommen wir von MIDWINTER noch ihre Coverversion von „Pet Sematary“ (Ramones) zu hören und man wünscht sich wirklich noch eine Zugabe, was allerdings aufgrund des strengen Zeitplans leider nicht möglich ist.
 
Setlist MIDWINTER:
Intro
No Gods Have Built My Sky
Of Troll And Thurs
Monument Of Pain
Bleeding Black Fire
Thorns Of Ice
Golden Age
Pet Sematary



19:40h – langsam wird es richtig warm in der Matrix – MANDRAKE betreten die Bühne und ich habe ein wenig das Gefühl auch ihnen macht die Hitze zu schaffen. Die ersten beiden Songs rocken zwar, aber sind aus meiner Sicht ausbaufähig. Leider verlieren sich die nächsten Stücke in ihrer langweiligen Melodie. Mit „Autumn Rain“ kommen die Jungs um Sängerin Birgit Lau aber wird stark zurück, mischen damit auch das Publikum wieder auf und endlich ist wieder Stimmung in der Halle, sodass insgesamt doch ein guter Gesamteindruck von MANDRAKE hängen bleibt.
 
Setlist MANDRAKE:
The reason ist not far to seek
Entwine
Shine
The Necklace
Ode to the Outside World
Autumn Rain
Essential Trifles
Soaked Through the Skylight
Who is that girl?



 
DOWNSCARRED stehen als nächstes auf der Running Order. Nach einigen Bilder vorne im Fotograben und dem zweiten Song muss ich allerdings mal austreten – habe seit Beginn ca. 2 ½ l Wasser getrunken, anders hält man es einfach auch nicht aus. Gegen Ende von „Agony of Love“ verlasse ich also die Halle und muss sagen, DOWNSCARRED  sind eher nicht mein Geschmack – Gothik Rock, jedoch instrumental sicher nicht schlecht und beim Publikum kommt es auch gut an.
 
Setlist DOWNSCARRED:
Intro
White Lilies On A Coffin
Agony Of Love
Angst der Ewigkeit
The Child That Died Too Young
The House Of No Regrets
Velvet Robe
Mondnacht
 
Nachdem ich mich erleichtert habe, bleibe ich am Merchandisestand hängen und schlage gnadenlos zu!! Ich erstehe 2 CDs, welche ich anschließend zum Auto bringen will – da wir schon kurz vor 21h haben (dem Ende des Downscarred Auftritts) – begebe ich mich gleich zum Ausgang. Dort werde ich allerdings darauf hingewiesen, dass man vor 21h die Matrix nicht verlassen darf, wenn man wieder kostenlos zurück hinein möchte! „Hallo? ich will doch nur was zum Auto bringen?!“ „Na toll!“ denke ich mir, warte die wenigen Minuten geduldig und beeile mich anschließend die Sachen zügig zum Auto zu bringen, damit ich pünktlich zu SUIDAKRA wieder in der Halle bin.


 
21:15h – rechtzeitig wieder unten – übernehmen SUIDAKRA die Kontrolle über Sound, Stimmung und das Publikum. Gleich beim ersten Song „Pendragon`s Fall“ ist die volle Halle überzeugt und nicht nur eingefleischte Fans zeigen ihre fliegende Haarpracht. Schnell wird klar, warum sie mittlerweile so gefragt sind. „Das ist einfach eine verdammt gute Live Band“ muss ich gestehen. Die Mischung aus thrashigen und melodischen Elementen vereint Metaller verschiedener Stilrichtungen zu einem bangenden Haufen. Spätestens bei „Gates of Nevermore“ steht keiner mehr still: Posen und/oder Bangen ist da einfach Pflicht! Spielfreude pur wird durch Mitgrölen der Fans belohnt und beide Seiten pushen sich gegenseitig weiter hoch. Mit „Wartunes“ lassen SUIDAKRA es noch einmal richtig krachen und wirklich jeder kann nach diesem Auftritt sagen, dass er auf seine Kosten gekommen ist – solche Bands braucht die Szene!
 

Setlist SUIDAKRA
:
Pendragon's Fall
Dawning Tempest
The Well of Might
Darkane Times
Trails of Gore
The Distant Call
Gates Of Nevermore
When Eternity Echos
Dead Mans Reel 
Dragonbreed
The IXth Legion
Wartunes
 
Damit haben SUIDAKRA richtig etwas vorgelegt und die Frage ist, können XANDRIA das toppen?


 
Nach dem üblichen Soundcheck vor dem Headliner, lassen XANDRIA nicht lange auf sich warten und betreten mit Lisa Middelhauve, ihrer Frontfrau, die Bühne. Mit dem Opener „India“ zeigt sich schnell, auch sie haben heute Abend Spass bei der Sache! Damit verspricht es ein gelungener Abschluss des diesjährigen METAL FOR MERCYS zu werden. Die engelsklare Stimme von Lisa hebt sich von den restlichen Bands an diesem Abend klar ab und bei „Keep my Secret well“ sollte auch der letzte Zweifler überzeugt sein, dass XANDRIA die richtige Wahl als Headliner 06 gewesen ist! „Kill the Sun“, „Eversleeping“ und „Snow White“ zeigen klar die Stärken der Band, die während ihres gesamten Auftritts keine Langeweile aufkommen lässt. Wegen leichten zeitlichen Verzugs spielen XANDRIA ihr Set inklusive der Zugaben an einem Stück durch, was der Stimmung sogar förderlich ist, welche natürlich bei „Ravenheart“ ihren Höhepunkt erreicht.
 
Setlist XANDRIA:
India
Now & Forever
The Lioness
Black and Silver
Keep my Secret well
She`s Nirvana
Kill the Sun
The End of every Story
Eversleeping
Fight me
In Love with the Darkness
Snow White
Isis/Osiris
Ravenheart
Black Flame
 
Alles in allem ein gelungener Abend, ich hoffe Metal for Mercy 07 kann die Tradition gelungener Shows der letzten Jahre fortsetzen, schließlich geht es hierbei um einen guten Zweck und das sollte natürlich weiterhin auch im Vordergrund stehen!
 
Benedikt „Hannilein“ Brünnig

Achtung bitte vormerken! Wir bringen euch hier in Kürze ein Interview mit dem Veranstalter des Metal for Mercy! Nicht verpassen!
 
 
 
 
 
 
 
 
 
                


Approved by Andy on 07.10.2006
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