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Way Of Darkness - Festivalbericht
Date: 10.10.2006 17:32
Topic: Musik


Way Of Darkness-Festival, Sporthalle/Lisberg, 06.10.-07.10.2006
Way of Darkness 2006Mit: Master, Pungent Stench, End Of Green, Final Breath, Debauchery, Hatred, Agathodaimon und vielen mehr!!!
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Das sonst so ruhig gelegene Dörfchen Lisberg in der Nähe von Bamberg, hat einmal mehr in der Dorfgeschichte den Einfall der Schwarzgekleideten überlebt *g*!!!

                

Way Of Darkness Festival
 
06.10. – 07.10.2006
 
Lisberg – Sporthalle
 
Laut, Lauter, Lisberg!!!
Dieser Satz mag an 363 Tagen im Jahr wohl eher nicht zutreffen, doch an einem Wochenende im Oktober verwandelt sich der ruhige, idyllisch-fränkische Ort Lisberg zu einem Mekka für Metaller. Warum? An diesem Wochenende rufen Ingo, Ralph und ihre zahlreichen Helfer zum WAY OF DARKNESS FESTIVAL!!! Diesem Ruf folgen natürlich auch wir und machen uns schnurstracks auf den Weg ins Nirgendwo. Das im Nirgendwo immer viel los ist, haben wir ja schon immer gewusst und daher überrascht uns auch die Schlange am Eingang keinesfalls. Rasch haben auch wir alle Presse-Formalitäten erledigt und können uns ins Getümmel stürzen. Wie das eben immer so ist, wenn man zu einem coolen Festival in Wohnortsnähe geht, kennt man zahlreiche Gleichgesinnte. Somit dauert der Weg in die Halle weitaus länger als zuvor noch angedacht und wir verpassen doch glatt den Startschuss des musikalischen Hörgenusses.
 
Als wir also die Halle betreten, haben DARKEN mit ihrem Set schon einige Minuten Spielzeit hinter sich gebracht und konnten wohl auch einige schon vor die Bühne locken. Stimmlich darf Anja zeigen was sie kann und überzeugt damit voll und ganz. Nachdem der Basser das Hundtuch schmeißt, spannt man den neuen Mann Markus heute Abend auch gleich mit ein. Alles in allem ein schöner Einstieg in ein hoffentlich noch besseres Wochenende auf dem Land!  
Da das Wetter bis dato noch sehr schön mitspielt und es draußen sehr gut auszuhalten ist, können auch HATRED leider nicht allzu viele Zuschauer verbuchen. Doch die, die da sind geben alles!! In den vorderen Reihen wird zu den thrashigen Klängen gemosht und die Schweinfurter können sich der Aufmerksamkeit der Anwesenden sicher sein. Bacchus ist wie immer kaum zu bändigen und auch der Rest der Truppe läuft zu Höchstformen auf. Das ist eben die fränkische HATRED Mosh Crew!!!!
Nach dieser Thrash-Attacke geht es bei SILENCE schon etwas gemächlicher zu. Auch wenn man hier wahrlich nicht von Stille reden kann. Gleich ihr Opener „Lady Farewell“ verspricht Power mit viel Gothic-Touch für die nächsten Minuten. Kies und seine Jungs zeigen einmal mehr ihr Können und schaffen es sogar einige Leute mehr von draußen nach drinnen zu locken. An den Tasten befindet sich heute nicht Sebastian, sondern Christian von NUMP. Dieser beherrscht trotz absolut kurzer Probezeit sein Instrument und SILENCE können nach gut 30 Minuten einen weiteren erfolgreichen Gig in der Bandgeschichte verbuchen.
Die Musik von AGATHODAIMON in eine Schublade zustecken, ist fast ein Ding der Unmöglichkeit. Ein bisschen Black, Death und Thrash und alles was es sonst noch so auf dem Metalmarkt zu finden gibt. Genau das ist wohl die eheste Beschreibung. Die Jungs um Frank „Akaias“ Nordmann liefern eine tighte Show und auch die Halle füllt sich Stück für Stück. Es wird kräftig gebangt, gegrölt und  die Pommesgabel in die Luft gereckt. Auch wenn wir mit AGATHODAIMON auf CD wenig anfangen können, so überzeugen sie uns live bereits zum zweiten Male. 
Für düster-romantische Gänsehautatmosphäre sorgen im Anschluss END OF GREEN. Die Baden Württemberger verbreiten Melancholie und Schwermut gepaart mit rockendem Sound, womit sie seit weit über 10 Jahren sehr gut fahren. Das sich nun in den vorderen Reihen das weibliche Geschlecht schon fast wieder um die besten Plätze „prügelt“ liegt wohl nicht rein an der Musik, sondern eher an Michael „Michelle Darkness“ Huber. Warum auch immer. Mit ihren Songs über das Hereinbrechen der Dunkelheit oder das Ende unserer aller Leben bieten sie eine professionelle Show, die den Fans das gibt, was sie erwarten. Insbesondere „Dead End Dreaming“ kommt voll zum Tragen und begeistert das anwesende Publikum. Zwischen all den harten, rauen Klängen ist END OF GREEN eine gelungene Abwechslung. Wer aber vielleicht schon leicht depressiv ist, sollte sich den Besuch eines END OF GREEN – Konzertes wohl überlegen. *grins* 
Die Band auf die die Meisten von uns sehnsüchtig gewartet haben steht in den Startlöchern, um uns das morden etc. beizubringen – PUNGENT STENCH!!! Das österreichische Skandal-Death-Trio um Sänger/Gitarrist Martin Schirenc wird ab der ersten Sekunde frenetisch abgefeiert, auch wenn die Luft in der Halle mittlerweile zum Schneiden dick ist. Die rauen, derben Death-Metal-Schläge bringen es bestens auf den Punkt, und die Leute geben noch einmal alles und fressen der Band förmlich aus der Hand. Hier jagt einfach eine schwarzhumorige Death-Metal-Walze die nächste. Man findet ganz alte Klassiker aber auch Material von der aktuellen Scheibe "Ampeauty" machen die Runde, und die Feierstimmung ist auf ihrem Höhepunkt angelangt. Die Lachmomente nehmen kurioserweise aber auch stetig zu, was unter anderem an den in breitestem Wiener Schmäh vorgetragenen Ansagen liegt. Die restliche Zeit herrscht meist grooviger Old-School-Death-Metal vor, bei dem der Kopf gar nicht still gehalten werden kann. PUNGENT STENCH sind jedenfalls ein würdiger Headliner und können stolz behaupten, mal wieder ein glückliches Publikum abgeben zu können.
Unseren persönlichen Tagesabschluss haben wir mit DEBAUCHERY. Die blutrünstigen, schwäbischen Schlächter fahren wieder einmal ihre Hitliste von „Blood For The Bloodgod“ über „Kill Main Burn“ bis hin zu „Torture Pit“ auf. Wie immer gelingt es Thomas und Co ihr Publikum ohne Kompromisse zu überzeugen. Krachender Death Metal der Marke SIX FEED UNDER hat eben noch keinem geschadet.
MORTAL FEAR dürfen dann ohne uns spielen. Es ist einfach zu spät geworden!!!
 
Der Freitag war nun ja schon sehr gelungen, da kann man ja nur gespannt sein, was uns der Samstag noch so alles zu bieten hat.
 
Ausgeschlafen und mit einer guten Grundlage versorgt machen wir uns am Samstagnachmittag wieder auf den Weg nach Lisberg.  Dort wird erstmal ein kleiner Umtrunk gestartet, bis wir uns dann auf den Weg machen um die letzten Klänge von CUTTHROAT in die Ohren zu bekommen. Zottel, Taz, Maschi und Fränkie haben aber wohl mit ihrem Thrash+Hardcore die Wünsche des Way of Darkness-Publikums erfüllt. So die Resonanz aus dem Bekanntenkreis. SINTECH, VARG, LEGIO MORTIS und IVENBERG haben wir ja leider schon komplett verpasst. Matze ärgert sich natürlich insbesondere über SINTECH, da diese ja Vorangekündigter Weise eine Stripperin mit an Bord hatten. Aber gut, was vorbei ist, ist vorbei und wir wenden uns wieder den Bands zu, in deren Genuss wir noch kommen dürfen.
Nach CUTTHROAT stehen nun die Future Cosmic Metaller (dieser Name stammt von der Band, nicht von uns) von NEOCOSMIC auf dem Programm. Die Bamberger Formation nimmt Elemente aus dem Dark- Black und Death Metalbereich und verpackt diese in eine gelungene Liveshow. Ob das auf Platte auch so ist, können wir an dieser Stelle leider nicht sagen. Auf Grund der Anzahl fliegender Haare mögen aber auch die Anwesenden den Stil aus druckvollen Gitarren, lebendigen Synthesizer-Arrangements, groovigen Beats und einem abwechslungsreichen Schlagzeug. Leider kommt der Sänger relativ arrogant rüber, sodass wir uns recht schnell nach draußen ins Partyzelt verkrümeln.
Wie schon eine Woche zuvor auf dem Bringer Of Death Fest dürfen wir in den Genuss des Death Metals von SOUL DEMISE kommen. Roman rast wieder wie ein Derwisch über die Bretter und grunzt seine Texte ins moshende Publikum. Die Spielfreude dieser Band verpasst uns jedes Mal wieder einen offenen Mund. Die ganze Band scheint voll in den Songs wie „Obtuse“ oder „Amnesia“ aufzugehen. Die Oberpfälzer machen auf jeden Fall keine Gefangenen an diesem Abend und wer diesen Gig verpasst hat…..Wirklich selber Schuld!!!
Zuerst gibt’s eine Ohrfeige und danach bekommt man die Backe gestreichelt. Was das nun soll? STILL IT CRIES machen genau das mit ihrer Musik. Absolute Härte trifft auf harmonische Sanftheit. (Mei klingt das schnulzig, ist aber so) Matthias (Ex-Suidakra) und seine Mannen in eine musikalische Richtung einzuordnen ist eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit. Sie selbst bezeichnen es als Diversified Metal. Bereits in der Night Of The Blast in Bamberg konnte das Trio viele positive Publikumsreaktionen einheimsen und auch heute Abend soll es daran nicht mangeln. Zwar gibt sich das Publikum teilweise sehr verhalten, aber in den ersten Reihen hat sich eine beachtliche Fanschar versammelt. Wir selber können trotz der musikalischen Vorzüge die Luft der Halle nicht länger ertragen und begeben uns daher zum Luft schnappen nach draußen. Auch nicht die beste Entscheidung, da es immer noch regnet!!! Aber gut.
Pünktlich zu den Bonner Krachmaten von JACK SLATER finden wir aber wieder den Weg ins Dunkel der Halle und da gibt’s auch schon den Tritt in die Fresse (sorry über diese Ausdrucksweise *g*). Der bekloppte Horn (nicht böse gemeint) und der Rest der Truppe verteilen einen Rundumschlag, dass auch der Besoffenste wieder aus seinem Delirium erwacht. Kultige Ansagen gehören hier genauso ins Programm wie ein tightes Zusammenspiel. Wer es noch nicht weiß, JACK SLATER geben einem technischen brutalen Death Metal auf die Lauscher!!! Kurz zusammengefasst: JACK SLATER knüppeln ohne Pause durch und metzelt wirklich alles nieder. Brutal geil aber leider etwas eintönig!!!
In neuer/alter/kleinerer (ach wie verwirrend) Formation verursachen als nächstes die Franken von FINAL BREATH ein wahres Death-Thrash-Chaos!!! Das Jörg die Gitarre nun ganz alleine in die Musik einbringt fällt nicht weiter auf, wobei die Aufmerksamkeit der Meisten wohl auf Frontcasper Eumel liegt. Bei Songs wie „Eyes Of Horror“, „Greed For Revenge“ oder „Let Me Be Your Tank“ scheint sein Kopf auf Grund des durchdringenden Gebrülls zwar geradewegs zu zerbersten, doch irgendwie kriegt er immer noch die Kurve *g*. FINAL BREATH werden hier nach allen Regeln der Kunst abgefeiert, was uns aber auch wirklich nicht weiter verwundert. Ist ja immer so, wenn sie auf einem Gods of Noise/Hartes Wochenende – Event spielen!!! Oder überhaupt in Franken! Mit Recht. Die Nackenmuskeln des Publikums werden sich morgen mit Sicherheit bitter-böse rächen. Aber nicht jammern, es hat sich gelohnt!!!
Die Zeit der MASTER ist gekommen!!! Zottel Paul Speckmann und seine Mitverfechter heizen der mittlerweile gut angeheiterten Menge von Anfang an ordentlich ein. Auch wenn sie nicht Eisregen sind, so können sie mit ihrem kultigen Old school Death-Metal doch einige Punkte einfahren. Paule und seine Projekte ist ja immer so eine Sache, aber live kann man dem Ami nichts nachsagen. Er agiert professionell und seine Stimme ist irgendwie sowieso unverwechselbar. Nun ja, die Amis befinden sich ja auch seit über 20 Jahren im Geschäft. Das muss eine junge Nachwuchsband von heute erstmal schaffen. Es ist nicht einfallsreich was sie machen, aber es ist konsequent. Eines bleibt aber trotzdem zu sagen: MASTER sind ihren Death-Wurzeln immer treu geblieben!!! Live immer wieder gerne!!! In diesem Sinne: Lasst die Bärte wachsen *g*!!!
Zum Ausklang gibt es noch Covermetal von MOREDREAD!!! Doch irgendwie brauchen wir das heute nicht mehr und machen uns glücklich und zufrieden auf den Heimweg. Auf das es ein nächstes, großes Way Of Darkness geben mag!!!
 
So, wie vielleicht der Ein oder Andere Besucher, der unsere Seite regelmäßig aufsucht, schon festgestellt hat, sind die Bandberichte nicht ganz sooo ausführlich wie sonst. Vielleicht fragt sich ja auch so mach Einer, woran es liegt. Wir wollen es euch sagen. Da wir mal nix Besseres zu tun hatten, haben wir mit ein paar Bands spontane, unüberlegte *g* Videointerviews geführt. Das hat natürlich einiges an Zeit geschluckt und daher halten wir uns diesmal so kurz. Wollen ja auch keinen Mist erzählen. Ihr würdet es ja doch merken, wenn wir euch einen Bären aufbinden *grins*!!!!
 
Aber ein Fazit zum WAY OF DARKNESS haben wir natürlich gezogen: GEIL!!! Die Organisation war einfach vom Feinsten. Zumindest ist uns nichts zum beanstanden aufgefallen. Das hier noch Leute mit Liebe zum Metal, den Fans und der Musik im Allgemeinen am Werk sind, merkt man einfach an jeder Ecke. Super faire Eintritts- und Verpflegungspreise, nette Helfer, ein Stimmungsgeladenes Partyzelt (gut, da haben die Besucher wohl ihren Teil zu beigetragen!!!) etc. Der Metalmarkt war schön groß, unter anderem mit MDD-Shop und Black Attack, sodass jeder noch etwas für sein Wohlbefinden einkaufen konnte. Auch die Absage von EISREGEN zu kurz vor dem Festival ist mit dem Ersatz von MASTER einwandfrei gelöst worden. So was muss man in der kurzen Zeit erstmal schaffen. Respekt!  Man kann glauben wir von einem gelungenen Festival-Wochenende reden!!!!
 
Wenn es eine Wiederholung in dieser Form gibt, sind wir mit Sicherheit wieder mit von der Partie! Nun noch ein Satz persönlicher Natur: Danke an Ingo und Ralph für euere Unterstützung uns gegenüber!!!!
 
Tanja Nusser & Matze Schneider
 
PS: Auch Fotos haben unter der Videoaktion gelitten. Daher sagen wir auch an dieser Stelle nochmals danke an Dennis + www.666-deathmetal.de für die Überlassung der Fotos!!!! Manche sind ja auch von uns, aber eben nicht alle!!!
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
    





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